Dokumentarfilm, D 2008, Regie: Maria Teresa Camoglio, 94 Min., FSK ab 12 J.
Die dünnen Mädchen: Das sind keine Models, sondern acht Frauen zwischen 18 und 29 Jahren, die seit langer Zeit an Essstörungen leiden. Wegen ihrer Anorexie sind sie in eine Klinik eingewiesen worden. Sie versuchen in Gruppengesprächen ihre Krankheit zu verstehen und zu überwinden. Das gelingt manchen, andere brechen die Therapie ab oder kommen immer wieder. Die Magersucht wird sie lebenslang begleiten. Ihren Schrei nach Hilfe dokumentiert Maria Teresa Camoglio. Die Frauen geben Einblick in Beweggründe und Seelenzustände, die zu ihrer Selbstzerstörung führen.
Dokumentarfilm, F 2007, Regie: Sandrine Bonnaire, Hauptdarstellerin: Sabine Bonnaire , 85 Min., DF und OmU, ohne Altersbeschränkung
Die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire besucht ihre 38-Jährige autistische Schwester Sabine mit einer Kamera in einem betreuten Wohnprojekt. Der Weg zum Dorf, Gartenarbeit, Zoff mit den Heimbewohnern - Hürden des Alltags. In Rückblenden ein anderes Bild der Schwester: jung, selbstständig, lebendig. Unter den Geschwistern hatte sie sich zwar immer schon "auffällig" verhalten, war aber in ihre Familie integriert. Als der große Bruder stirbt, und die Mutter mit ihr aufs Land zieht, wird Sabine zunehmend aggressiv. Die Familie fühlt sich überfordert und bringt die Tochter in eine psychiatrische Klinik. Danach ist sie ein anderer Mensch.
Dokumentarfilm, D 1998, Buch und Regie: Mischka Popp und Thomas Bergmann, 90 Min., FSK ab 6 J.
Es kann jeden treffen. Wer heute noch aktiv im Leben steht, kann morgen seinen "Kopf" verlieren, das Erinnerungsvermögen oder die Fähigkeit gesellschaftlich adäquat zu reagieren.
Der Film handelt von Menschen mit Krankheiten und Verletzungen des Gehirns. Sie erleben die Welt anders -im Kopf, also auch in der Wirklichkeit. Der Mann, dessen Gedächtnis in Stücke brach. Die Frau, die keine Worte findet. Der Mann, der eine Streichholzschachtel für einen Flaschenkühler hält. Menschen, deren Hirn den Schluckauf hat. Die Reise der Dokumentarfilmer Mischka Popp und Thomas Bergmann durch fremde Geisteswelten wird zu einem psychologisch spannenden Abenteuer.
Dokumentarfilm, D 2008, Regie: Rick Minnich, Matt Sweetwood, 83 Min., FSK ab 12 J.
Die Anatomie des Vergessens: In seinem investigativen Dokumentarfilm sucht Rick Minnich nach den Gründen der Amnesie seines Vaters und schafft so ein sehr persönliches Bild seiner Suche nach der eigenen Identität.
21. Mai 1990: Der 45-jährige Richard will gerade auf den Parkplatz eines Shopping-Centers in Sacramento, Kalifornien einbiegen, als ein anderer Wagen von hinten auffährt. Richard besieht sich den Schaden, stellt fest, dass eigentlich nichts passiert ist, und fährt mit seiner Frau weiter. Sieben Tage danach erwacht er in einem fremden Bett neben einer ihm fremden Frau. Im Spiegel fällt sein Blick auf ein Gesicht, das er nie zuvor gesehen hat. Er hat das Gedächtnis verloren – fünfundvierzig bisherige Lebensjahre sind für immer ausgelöscht.