Aktuelles Kinoprogramm

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Nord

22.-28. Juli tgl. außer Fr 21:00, Fr 23:00, So auch 17:00
29. Juli bis 4. August tgl. 19:00

Kurz vor der Sommerpause ein kühler Kontrapunkt zu den hochsommerlichen Temperaturen: Der beliebteste und sympathisch-skurrilste Film des ersten Jahres „Casablanca“ kommt noch einmal auf die Leinwand!

Früher hat er sich auf Skiern zu Tale gestürzt, jetzt steht er höhenängstlich und wie festgefroren auf dem Masten einer Skiliftanlage, unfähig seinen Job als Liftbetreiber auszuführen. Noch lieber freilich wäre es Jomar, wenn er wieder zurück in die Psychiatrische Anstalt kehren könnte. Doch dann ändern sich die Dinge mit einem Schlag. Von seinem einst besten Freund erfährt Jomar, seit mittlerweile vier Jahren Vater zu sein. Als seine Skihütte aus Unachtsamkeit abbrennt, nimmt er dies als Zeichen und macht sich auf den über tausend Kilometer langen Weg zu seinem Sohn nach Norden. 

Ein bisschen im Stil von David Lynchs „Straight Story“, ein wenig auch in der Tradition von Bent Hamers lakonischen Filmen wie „Kitchen Stories“, überzeugt das Spielfilmdebüt des in seiner Heimat vor allem als Dokumentarfilmers bekannten Rune Denstad Langlo als „anti-depressives Off-Road-Movie“ (programmkino.de) – gerade auch im Sommer …

Nor 2009, R: Rune Denstad Langlo, 78 Min., ab 12

Soul Kitchen

29. Juli bis 4. August tgl. 20:50, So auch 17:00

Ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist ein Restaurant, der Regisseur heißt Fatih Akin und vor der Kamera versammelt er ein „Best Of“ aus seinen früheren Filmen – Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu und Birol Ünel. Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität – und um einen Ort, den man als Heimat begreifen kann. 

Bei Kritikern wie Publikum einer der beliebtesten Filme des Jahres – auf vielfachen Wunsch jetzt auch im Casablanca! „Soul Kitchen ist schlichtweg großartig, ein total unprätentiöses Meisterwerk.“ (3Sat)

D 2009, R: Fatih Akin, 99 Minuten, ab 12

Das Casablanca macht Sommerpause!

Vom 5. August bis 1. September geht das Casablanca dieses Jahr in eine kurze Sommerpause!

Wir nutzen die Sommerwochen, um die Bauarbeiten in Kino 1 und 2 ohne Störung vorantreiben zu können.

Ab dem 2. September geht der Betrieb wieder in der gewohnten Form in Kino 3 (im Obergeschoss) und in der Kneipe los. 

Folgende Filme präsentieren wir Ihnen unter anderem nach der Sommerpause:

 

Herbstgold (im September)

Herbstgold erzählt die lebensbejahende Geschichte von fünf Leichtathleten, die sich auf eine Weltmeisterschaft vorbereiten. Ihre größte Herausforderung ist das Alter: Die potentiellen Weltmeister sind zwischen 80 und 100 Jahre alt.

Mit Ehrgeiz und Humor trotzen sie der eigenen Vergänglichkeit. Auf der Zielgeraden des Lebens wollen es die greisen Sportler noch einmal wissen und geben alles für die Goldmedaille in Finnland. Ihr Motto: „Kopfstand statt Ruhestand! Ausruhen können wir uns nach dem Tod.“

Es ist ein Wettkampf gegen das Alter und andere kleine Hindernisse. Sie wollen noch ein letztes Mal auf dem Treppchen stehen oder einfach nur dabei sein. Wer wird in Finnland ankommen? Wer wird sich in Würde zurückziehen? Wer wird verbittert bis zum Ende kämpfen? Eine Geschichte vom Verlieren und Gewinnen, von Rückschlägen und großen Triumphen.

Herbstgold ist eine Hommage an das Leben, wie es sein kann: nicht glatt und faltenfrei, aber voller Humor und Willenskraft.

D 2010, Dokumentarfilm, R: Jan Tenhaven, dt. Fassung, teilweise OmU, 90 Minuten, ab 0

Micmacs (im September)

Eines Abends tritt Bazil (Dany Boon) vor die Tür seiner Pariser Videothek - nur um eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf zu bekommen. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus - mit Kugel im Kopf, aber ohne Job und Wohnung steht er auf der Straße. Doch das Glück lässt nicht lange auf sich warten: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille (Jean-Pierre Marielle), der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter zusammenlebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause und taucht unter in eine Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Vor allem die biegsame Mademoiselle Kautschuk (Julie Ferrier) weckt Bazils Interesse und erobert schnell sein Herz. Doch es wird noch eine Weile dauern bis beide zusammen kommen. Zunächst muss Bazil noch eine Mission erfüllen...

Nach "Delicatessen" und "Amélie" entführt uns Jean-Pierre Jeunet erneut in sein filmisches Universum und lässt uns auf Frankreichs populärsten Star treffen: Dany Boon. Jeunet (César- und fünffach Oscar-nominiert für "Die fabelhafte Welt der Amélie", "Mathilde - Eine große Liebe") nimmt die Zuschauer mit in eine Welt voller Poesie und liebevoll-skurriler Charaktere. 

F 2009, R: Jean-Piere Jeunet, 104 Minuten

The Doors: When You're Strange

Kaum eine Band hat das Aufbegehren einer jungen Generation so verkörpert wie The Doors. Ihre unverwechselbaren Sounds, ihr Wille zu bedingungsloser künstlerischer Freiheit, ihr Hang zu den dunklen Seiten der Seele und Jim Morrisons Exzesse inspirierten Generationen von Jugendlichen: cool, rebellisch, unsterblich. Fast 40 Jahre nach dem Tod des charismatischen Rock-Poeten Jim Morrison hat die Band nichts von Ihrer Faszination eingebüßt. Mit den bisher ungezeigten Kurzfilmen von Morrison und noch nie gesehenem Archivmaterial, das die Doors auf der Bühne, hinter der Bühne und in privaten Momenten zeigte, lässt der preisgekrönte Regisseur Tom DiCillo den Mythos "Doors" wieder aufleben. Erzähler dieser einzigartigen Geschichte der Popkultur ist der Schauspieler Johnny Depp. THE DOORS: WHEN YOU'RE STRANGE ist die erste Kino-Dokumentation über The Doors. Sie erzählt die Geschichte der Band von den Anfängen am Strand von Venice Beach 1965 über die sechs Studioalben (allesamt Meilensteine der Popmusik) bis zu Jim Morrisons Tod im Jahr 1971. Um die Wahrheit vom Mythos zu unterscheiden, verzichtet Tom DiCillo - Kultregisseur ("Living in Oblivion") und Kameravirtuose ("Stranger than Paradise") - auf Schauspieler und verlässt sich allein auf das Archivmaterial. Dieses aber ist bereits so intim und dramatisch, dass Sprecher Johnny Depp kommentiert: "Das hypnotisierende, bisher unveröffentlichte Material von Jim, John, Ray und Robby zu sehen, hat mir das Gefühl gegeben, das alles noch einmal durch ihre Augen zu erleben."

USA 2010, Dokumentarfilm/Musikfilm, R: Tom DiCillo, teilweise s/w, 90 Min.

Eine Karte der Klänge von Tokio (ab September)

Ryu (Rinko Kikuchi) ist eine Einzelgängerin, deren zerbrechlich-schöne Erscheinung in krassem Gegensatz zu ihrem Doppelleben steht: Sie arbeitet nicht nur nachts auf Tokios Fischmarkt, sondern nimmt tagsüber auch Aufträge als Profikillerin an. Eines Tages wendet sich der Assistent des mächtigen Geschäftsmanns Nagara mit einem neuen Auftrag an Ryu. Nagaras Tochter Midori hat sich vor kurzem das Leben genommen. Die Schuld an Midoris Tod gibt der Vater deren Geliebtem, dem spanischen Weinhändler David (Sergi López).

Doch statt David wie vereinbart schnell aus dem Weg zu räumen, verliebt sich die Killerin in ihr potentielles Opfer und lässt sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit dem Fremden ein. Ein Toningenieur, beseelt von den Klängen Tokios und fasziniert von der geheimnisvollen Ryu, wird Zeuge einer Liebesgeschichte, die jenseits aller Regeln ihren Lauf nimmt.

"Wie bei Wenders oder Wong Kar-wai wird mancher die melancholische Ästhetik mit leerer Parfumreklame verwechseln, aber das verwechselt Ursache und Wirkung – großes Emotionskino brauchte sich noch nie für seine eigenen Epigonen zu rechtfertigen. Und genau das ist dieser berauschend schöne, brillant vertonte und zutiefst ergreifende Film: großes Emotionskino." (Daniel Bickermann im Schnitt)

Spanien 2009, R: Isabel Coixet, 109 Min.

i Am Love (ab bald)

Emma (Tilda Swinton) hat alles. Als Frau des Oberhauptes des Recchi-Clans, einer alteingesessenen Mailänder Modedynastie, ist sie reich, elegant und sorgenfrei. Fast schlafwandlerisch bewegt sie sich durch ein Leben, das aus endlosen Dinnerparties und Treffen mit ihren erwachsenen Kindern besteht. Doch dann begegnet sie dem Koch Antonio. Zunächst ist sie von seinen Kreationen bald aber auch von dem jungen Mann selbst fasziniert. Ohne es zu wollen, wird Emma durch Antonios außergewöhnliche Kochkunst verführt und in seinen Bann gezogen. Antonio wird ihr schließlich nicht nur die Haare abschneiden, sondern ihr auch eine Welt jenseits der Recchi-Familie zeigen. Zum ersten Mal erkennt sie, wer sie wirklich ist; und mit Antonio erlebt sie eine Leidenschaft, die ihr in ihrem luxuriösen und doch kalten Ehealltag bisher fremd war.

Tilda Swinton brilliert mit ihrem intensiven Spiel in einem bewegenden Film des italienischen Regisseurs Luca Guadagnino. Ein cineastisches Festessen, das mit seinen hypnotischen und erotischen Bildern den Zuschauer von der ersten Minute fesselt.

I AM LOVE wurde auf den Internationalen Film Festivals in Venedig (Sektion „Horizonte“), Toronto und Sundance sowie in der Reihe „Kulinarisches Kino“ auf der diesjährigen Berlinale von Kritikern und Publikum gefeiert. Ein Erfolg, der sich mit den herausragenden Kinoergebnissen in der Schweiz und Großbritannien fortsetzt.

"von gewaltiger Kraft" (Schnitt)

I 2009, R: Luca Guadagnino, 120 Min.

Sondervorstellungen

Das Casablanca startet durch

Das Casablanca Filmkunsttheater geht in die Sommerpause. Vom 5. August bis zum 1. September bleiben Kino und Kneipe geschlossen. Zeit zum Luftholen für alle Aktiven, Zeit zum Renovieren und Zeit für alle Cineasten, gute Filme unter dem Sternenhimmel beim Nürnberger Sommernachtsfilmfestival des Mobilen Kino zu genießen.

Ab 2. September starten wir im Hinterhaus in der Brosamerstraße 12 durch: Im kleinen Saal im ersten Stock laufen wieder anspruchsvolle Filme, die über den Abspann hinaus wirken. Und mit der Kneipe ist dann der Abend gerettet.

Seit dem Neustart am 18. September letzten Jahres hat sich das Casablanca in der Südstadt seither etabliert als Kino und Kneipe an einem besonderen Ort. mit dem besonderen Programm Kino plus und als Kino mit einer besonderen Organisationsform. Das Casablanca wird nämlich von einem Verein betrieben, dem Casa e.V., und beruht auf dem ehrenamtlichem Engagement einer Fülle von Mitgliedern und Kino-Begeisterten. Mit einem Wort: als Kino mit Courage.

Am 25. September kommt nun der ganz große Wurf: Der große Saal im Erdgeschoss erstrahlt dann im neuen Glanz. Die Einweihung wird gefeiert mit unserem Schirmherren, Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, und mit dem international renommierten Regisseur Hans W. Geißendörfer.

Mehr Informationen gibt es hier.